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Lesedauer: 8 Minuten

Fitness Frühling

Die Teru X.9 Challenge

Jedes Frühjahr das Gleiche: Die Kondition ist weg, die Kraft ebenso und die Waage zeigt Werte die doch so gar nicht stimmen können. Ok, vielleicht stimmen sie doch – der Gürtel ging im Herbst ja auch noch ein Loch enger zu. Und wie jedes Jahr aufs Neue heißt es 'der Speck muss weg'!

Viele Wege führen bekanntlich nach Rom. Mein Weg heißt Teru X.9 AL und ist ein sportlich orientiertes 29er E-Mountainbike von Ghost. Das Teru X ist mein neues Fitness-Studio und zugleich umweltfreundliches Nahverkehrsmittel - das relativiert die Anschaffungskosten.

Mit einem Listenpreis von 2499,- Euro gehört das Teru X eigentlich noch zur Einstiegsklasse in Sachen Marken E-Mtb. Eigentlich. Denn betrachtet man die Ausstattung genauer wird schnell klar, hier handelt es sich wohl eher um den Top-Performer dieser sogenannten Einstiegsklasse. Herzstück ist der hochwertige Bosch Performance Line CX Antrieb mit einem maximalen Drehmoment von 75 Nm der mit bis zu 300% mächtig anschieben kann.

Anschieben – da sind wir bei der entscheidenden Frage: Kann ein E-Bike überhaupt Mittel zum Zweck körperlicher Fitness sein? Hardcore Biker, ganz gleich ob Rennrad- oder Mtbler, bezweifeln das gerne. Ich denke sie liegen falsch. Perspektivisch ist das E-Bike sogar das weitaus vielseitigere Trainingsgerät, denn bedingt durch variable Unterstützungsleistung und gute Vernetzung lassen sich perfekt abgestimmte, individuelle Trainingspläne umsetzen – unabhängig von Terrain und Streckenführung. Wie ein solches Training aussehen kann und was man für Erfolge damit erzielen kann, möchte ich mit meiner 3 Wochen Fitness Challenge mit dem Teru aufzeigen. Das Ziel ist klar: In 3 Wochen müssen 5 Kilo runter. Gleichzeitig sollen Kondition und Fitness messbar zulegen. Keine Pillen, keine Tricks – nur das Teru und ich.

Mein Fitnessgerät

Der erste Eindruck täuscht nicht: Das Teru X.9 von Ghost ist ein großes Bike. Obwohl ich bei 180 cm Körpergröße tendenziell immer ein M+ oder L- bräuchte, das Teru X in Größe M ist genau richtig. Der Alurahmen sieht absolut hochwertig aus: Sauber ausgeführte Schweißnähte, picobello Finish. Sehr geil - werksseitig ist ein 740er Lenker mit Rise und Back Sweep montiert und der Vorbau ist nicht zu lang. Darf er auch nicht sein bei modernen 66,5° Lenkwinkel - das Bike muss schließlich ab und an auch mal durch eine Kurve gedrückt werden. Dabei sorgen Schwalbes Tough Tom vorne und der Rapid Rob hinten (beide in 2.25) für ordentlich Spurtreue und Traktion. Mischbereifung ist sexy. Die Rodi Blackrock Felgen in 21 mm auch. Die so konfigurierten Laufräder sehen sportlich und auch irgendwie edel aus. Krasser Gegensatz zu den so populären 27+ oder gar den Superfat Reifen.

Verzögert wird mit der vergleichsweise günstigen, aber bewährten Shimano 315er Bremse mit 180 mm Rotoren. Klar, früher oder später werde ich vorne mal eine 203er Scheibe ausprobieren (keine Herstellerfreigabe). Vom Start weg umzurüsten war das Display. Das Intuvia Display ist für mich als Brillenträger deutlich besser ablesbar und ich finde auch die Bedienung komfortabler. Vielleicht gibt es ja auch noch die eine oder andere Erweiterung mit dem nächsten Software Update.

Oft wird bei den vermeintlichen Einstiegsbikes an der falschen Stelle gespart. Bei Ghost gibt's das nicht. Hier bekommst Du den stärksten Bosch Antrieb und ein 10-Gang XT Schaltwerk. Punkt. Und das Rad hat den großen 500er Akku sowie einen leistungsstarken 4 A Charger. Völlig kritiklos bin ich da bei den montierten Deore SL Schalthebeln und den Shimano Naben. Erstere funktionieren nämlich perfekt (abgesehen davon ist das mit dem Schalten beim E-Bike überbewertet; der CX Antrieb kompensiert vieles), letztere muss man auch erstmal kaputt fahren.

Vor zehn Jahren hat mir ein Fahrradhändler tatsächlich weismachen wollen, dass Fullys eine kurzfristige Geschichte wären und der Trend ganz klar wieder zum Hardtail geht. Ich hab' mich erstmal gekringelt vor Lachen und dann kopfschüttelnd den Laden verlassen. Zehn Jahre später fahre ich begeistert ein Elektro-Hardtail. Witzig oder? Gut, kommen wir zur letzten Komponte - der RST Aerial 29" TNL Federgabel mit 120 mm Federweg. Luftgefedert, hydraulischer Lockout, 32er Standrohre und mit 2,28 kg Gewicht gut 500 Gramm schwerer als die bekannten Premium-Gabeln. Fakt ist, das Gewicht stört nur auf dem Papier. Fakt ist aber auch, dass die Gabel keine Rebound Einstellung hat und als Billig-Gabel gilt. Tatsächlich war RST (und übrigens auch Suntour) in der Vergangenheit unterirdisch - doch heute ist das anders. Dinge ändern sich. Und die Gabel muss zuerst 'eingefahren' werden. Ich denke für Straße, Schotter und easy Trails passt sie. Ich greife das Thema aber später nochmal auf. Suspension ist für mich immer ein wichtiges Thema.

Noch ein Wort zu den Pedalen - ja, die neongrünen NC-17 Pedale sind absichtlich montiert. Zum einen ist es ein schöner Kontrast, zum anderen passt das doch super zu einem 'Stromer' - erinnert mich irgendwie an Tron.

Fit in 3 Wochen - die Challenge beginnt

Ganz zu Beginn die nüchterne Bestandsaufnahme: Größe 180 cm, Gewicht 82,2 kg, BMI somit 25,3 (=Übergewicht). Blutdruck110/70. Bauchumfang 102 cm. Und genau da ist das Problem, denn ein erhöhter Bauchumfang gilt als wichtiger Risikofaktor für koronare Herzkrankheit, Schlaganfall und Diabetes Mellitus. Autsch! Das Risiko beginnt bei Frauen übrigens bei 80 cm und bei Männern bei 94 cm. Deutlich erhöhtes Risiko besteht bei Werten über 88 cm (Frauen) und 102 cm (Männer). Doppelautsch! Die Challenge besteht also aus weit mehr als nur 5 Kilo abzunehmen. Es geht wirklich darum fitter zu werden – der Gesundheit zuliebe. Und das Ganze bitte nachhaltig sagt mein Arzt. Denke er hat recht.

Woche 1

Das Training mit dem Teru X macht mir vom Start weg riesig Spaß. Gerade am Anfang der Saison tun Steigungen mit dem normalen Rad gerne mal weh – zumindest nerven sie, weil man nur im Schneckentempo voran kommt. Mit dem 29er E-Bike von Ghost ist das komplett was anderes. Da geht richtig die Post ab!

Mein erstes Training über knapp 24 km ist noch von der Art 'Kennenlernen und Abtasten'. Ist schließlich mein erstes Sporthardtail mit E-Power. Der Bosch Antrieb bietet vier unterschiedliche Unterstützungsstufen, angefangen bei Eco, über Trail, Sport (eMTB) und natürlich Turbo. Eines merke ich schon auf den ersten paar Metern - der Antrieb setzt unglaublich smooth ein. Das ist ausgefeilte Technik, die letztendlich auch die Antriebskomponenten schont. Schnell habe ich den Dreh raus, wann ich welche Unterstützungsstufe brauche um im 'Fettverbrennungsfenster' zu fahren.
Mein Trainingsplan sieht vor 3 mal die Woche auf's Rad zu steigen - jeweils Samstags, Dienstags und Donnerstags. Dieser Trainingsrhythmus lässt dem Körper genug Zeit sich zu regenerieren und umzubauen. Und mal ganz ehrlich, man kann es auch übertreiben und dann ist die Gefahr groß, dass sich zwar kurfristige Erfolge einstellen, aber die Nachhaltigkeit auf der Strecke bleibt.

Bei der zweiten Trainingseinheit habe ich eine Schippe draufgelegt: Knapp 32 km Distanz in 1 Stunde und 20 min. Diesmal bin ich aus dem Fettverbrennungsfenster bewusst raus und fahre möglichst oft mit maximaler Herzfrequenz. Auf einer Schotterabfahrt stellen sich echte 65 km/h ein. Wow, mein Puls geht dabei auf fast 200. Wäre gar nicht nötig, denn das Rad liegt wie ein Brett. Der Geradeauslauf ist fantastisch. Ganz zum Schluss der Einheit: Unterstützung ausschalten und die Muskeln mit 2-3 kurzen Maximalspurts gnadenlos abbrennen.

Training Nummer 3 ist der fast schon zu erwartende Rückschlag. Zur Challenge gehört eine Keto-Diät mit weniger als 20 g Kohlehydrate pro Tag und dafür sehr viel Fett und Protein. Der Körper also wird in den Ketose-Zustand überführt. Nur so kann ich einerseits Bauchfett abnehmen und gleichzeitig Muskeln aufbauen. Der Plan sah vor, eine ähnliche Leistungskurve wie im zweiten Training zu erreichen. Nichts zu machen. Mein körpereigener Keto-Motor ist einfach nicht richtig auf Touren gekommen. Mitte des Trainings, irgendwo im Wald, wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen, dann fast der Blackout: 200 Puls bei relativ geringer Last. Jetzt cool bleiben, Turbo Unterstützung aktivieren und den Puls gesteuert runterbringen. Sowas geht nur mit dem E-Bike. Danke Teru - das war nicht ohne. Ab heute sind wir 'Best Buddies'.

Die erste Woche ist vorbei. Unterm Strich habe ich 2,1 Kilo verloren und auch der Bauchumfang ist von 102 auf 100 cm geschmolzen. Mein Blutdruck hat sich durch die Keto-Diät nicht signifikant erhöht - 115/77 sind absolut ok; bin schließlich keine 20 mehr. Die Kraft in den Beinen nimmt auch zu. Wie ich das merke? Die Jeans spannt schon mehr am Oberschenkel.

Woche 2

Hochmotiviert geht es in die zweite Woche und das vierte Training mit dem Teru setzt die Messlatte bis zum Ende der Challenge: 36,5 Kilometer Distanz. Ich habe dafür im ersten Anlauf 1 Stunde 30 Minuten gebraucht; macht eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 24,4 km/h. Was ab Minute 30 mit meinem Puls los war verstehe ich nicht. Von der Belastung wollte ich weiter Puls um 140 fahren - und es hat sich auch so angefühlt. Ich tippe deshalb auf Messfehler. Würde mir wünschen, der Tracker könnte sich mit dem Bosch Display koppeln und den aktuellen Pulswert sowie die Kurve dazu anzeigen. Das wäre ziemlich geil. Ziemlich geil funktionieren mittlerweile auch die Bremsen am Teru X. Das Bike und ich bringen zusammen gut 100 Kilo auf die Waage und auf das schnelle Schotterstück bergab folgt eine relativ kurze Bremszone auf Asphalt - macht Spaß das Bike aus über 60 Sachen so richtig zusammenzustauchen.

Training 5: Die Bedingungen sind optimal; es ist trocken, die Sonne scheint und es hat echte 17 Grad. Ich kann konstant meine Runden fahren und den Puls recht gut im Fettverbrennungsbereich halten. Leistungsmäßig wäre noch etwas mehr gegangen - wollte aber zum Schluss nicht überpacen. Ist schließlich nur ein Tag Regeneration bis zum nächsten Run.

So schön die fünfte Session war - die sechste war furchtbar. Temperatur im einstelligen Bereich und starker Wind mit Böen bis 70 km/h. Sehr schwer den Körper auf Touren zu halten, weil er permanent in den 'mir ist kalt Modus' springt. Ich habe mich durchgekämpft und unterm Strich ein Minute rausgeholt. Mehr war unter diesen Bedingungen nicht drin.

Am Ende der zweiten Trainingswoche sind insgesamt 3,4 Kilo runter. Also nicht ganz so viel verloren wie in der Vorwoche. Ist klar - mein Körper baut ja auch Muskulatur auf. Hierfür habe ich Mitte der Woche von strenger Keto auf Low Carb mit dem Plus an Protein umgestellt. Von nichts kommt nichts. Mein Blutdruck liegt bei entspannten 113/68 und ich fühle, dass etwas in meinem Körper passiert. Das Wetter soll nun endlich frühsommerlich werden - ich freue mich auf die letzte Woche Challenge. Und ich werde dem Teru Hybride ordentlich die Sporen geben.

Woche 3

Start frei zur 7. Session: Samstag, tolles Wetter, trocken - endlich ist er da der Frühling. Die Sporen geben war als Devise ausgegeben. Was soll ich sagen, schaut euch das Diagramm an. Ich meine nicht den Zacken, der an den 75 km/h kratzt - das wirklich geniale ist die Pulskurve. Das sind praktisch Werte wie man sie sonst nur im Studio auf dem Trainer hinbekommst. Sowas in Wald und Flur über 36,5 km, 550 Höhenmetern und 60% Trailanteil hinzubekommen - da zeigt sich was E-Bike Training alles kann; was das Teru X kann.

Training Nummer 8 wieder unter erschwerten Bedingungen. Es ging vielversprechend los, doch dann immer stärkerer Wind, plötzlicher Temperaturrückgang, Regen und sogar Hagel. Ich hasse Wind, ich hasse Regen und ich hasse Hagel! Die gefahrene Zeit war gut, doch die Pulsuhr funktionierte nach 10 Minuten nicht mehr richtig. Ok, muss ich noch lernen - Sensor immer vor dem Traing putzen und Handgelenk rasieren. Für den Fall das einige von euch auf die Idee kommen könnten, ich wäre halt nur gecruist und hätte das E-Bike schieben lassen: Nein, die #teruxchallenge ist für mich ein ernsthaftes Ding und ich habe es nicht nötig Fakten zu fälschen oder unehrlich zu sein. Schaut nochmal genau hin, insbesondere auf die Geschwindigkeit, ich bin sehr oft aus dem E-Bike Unterstützungsbereich komplett draußen. Und ich fahre keine knapp 30 Sachen auf dem Trail durch den Wald mit entspanntem 90er Puls. Dazu fehlen mir noch einige tausend Kilometer Training.

Ich hatte ja bereits angemerkt, dass ich das Thema 'RST Gabel' noch mal aufnehme. Just for Fun bin ich ein paar Treppen gefahren und auch hier und da mal über einen kleinen Absatz geflogen. Ganz im Ernst - das mache ich lieber mit dem Fully. Die RST Luftgabel im Teru X soll die kleinen Unebenheiten auf dem Trail schlucken und für gute Straßenlage auf Schotter, Beton und Asphalt sorgen. Das Teru ist ein eleganter Fitness-Racer, kein All Mountain und auch keine Enduro. Zu Beginn hatte ich die Gabel zu hart abgestimmt. Dann auch noch mehr und mehr an Gewicht verloren. Das hat dann natürlich nicht mehr gepasst. Ich kenne die RST Gabel bereits von meinem Kato-Bike - man muss sich etwas Mühe beim Abstimmen geben und nicht nur das Fahrergewicht betrachten, sondern auch die Streckenverhältnisse miteinbeziehen. Und im Zweifelsfall lieber etwas zu weich abstimmen, dann klappt das auch mit der Dämpfung.

Training 9: Eines zeigt sich deutlich, ich komme gut und auch schnell auf Touren, doch nach 8-10 Minuten will der Körper zurück in den Chill-Modus. Diesmal habe ich deutlich gemerkt wie mir der Puls runterfährt und mich gezwungen, sofort aktiv dagegen zu arbeiten. Unterstützung abschalten und feste in die Pedale treten. Dazu noch ein paar Übungen mit dem Oberkörper und den Armen und schwupps bin ich wieder bei 70-80% der maximalen Herzfrequenz (aerober Bereich/Fitnesszone). Ich denke die Pulskurve ab der 30. Minute ist ok und unterm Strich konnte ich wieder eine Minute schneller sein. Für das morgige Abschlussrennen gegen die Uhr werde ich jedenfalls versuchen noch was draufpacken.

Tag der Wahrheit; das Abschlussrennen

3 Wochen sind vorbei; das große Abschlussrennen gegen die Uhr steht an. Die 10. Session der '#teruxchallenge' ist zugleich auch die letzte. Ich persönlich fahre natürlich fleissig weiter, aber es gibt keine Coverage mehr.

Bestes Radwetter, um die 18 Grad Celsius, alles passt. Zwar macht der Pulszähler zu Beginn wieder mal was er will, doch diesmal verlasse ich mich sowieso mehr auf mein Gefühl. Das Gerät soll nur im Zweifelsfall gecheckt werden; oder der Nachwelt aufzeigen unter welchen Umständen ich vom Rad gefallen bin. Spaß beiseite, ich spüre selbst am besten wie weit ich gehen kann.

Meine erste Durchgangszeit auf dem Rundkurs liegt bei 16 Minuten. Hatte gehofft ich komme an die 15 ran - aber das Tempo wäre einfach zu forsch. Anfang dritte Runde habe ich ein etwas ungutes Gefühl und muss in Folge leicht das Tempo rausnehmen. Nach etwa 3 Kilometern passt es dann wieder. Alles im grünen Bereich und ich verspüre 'die zweite Luft'. Bis zum Schluss pace ich am oberen Limit mit Puls um 160 bis ins Ziel. Mit einer Zeit von 1 Stunde 17 Minuten fahre ich ganze vier Minuten schneller; absolute Bestzeit. Und mehr war auch nicht drin - das war für mich absolut am Limit.

#teruxchallenge - die Analyse

Die Eingangsfrage lautete ja, ob ein E-Bike wie das Teru X ein geeignetes Mittel zum Zweck körperlicher Fitness sein kann. Nun, ich denke nach 10 intensiven Trainings, knapp 400 Kilometern Strecke und lückenloser Datenerfassung über die gesamte Dauer der Challenge, kann ich die Frage unzweifelhaft mit ja beantworteten. Für mich ist das E-Bike die Fitnessmaschine per se.

In den drei Wochen habe ich durch das E-Bike Training und einer geeigneten Diät (absolut ohne Hungern) 5,7 Kilo an Gewicht verloren und so meinen BMI von 25,3 auf 23,6 gesenkt. Nun, das alleine wäre vielleicht auch ohne E-Bike möglich gewesen. Aber ich wollte speziell Bauchfett verlieren und nicht nur Entwässern und Muskelmasse verheizen. Und jetzt kommt das wirklich tolle: Mein Bauchumfang reduzierte sich von 102 cm auf 95 cm und meine Leistungsperformance hat sich um sensationelle 17% erhöht (in Bezug auf das erste Training über 36,5 km). Das sind die harten Fakten und ich kann jeden Tag und jedes Training mit Daten belegen. Gleichgeblieben ist mein Blutdruck; allerdings war und ist der auch vollkommen unbedenklich (immer um 113 zu 68).

Sicherlich kann man ähnliche Ergebnisse mit dem normalen Mountainbike erzielen. Aber gerade für Leute wie mich, die eben nicht den ganzen Winter über durchtrainiert haben und vielleicht auch nicht mehr die Jünsten sind - da ist ein E-Bike der Garant für geiles und erfolgreiches Training. Der Vorteil des E-Bikes: Die variable Unterstützungsleistung. Wo die eigene Kraft und Kondition nicht ausreichen hilft die E-Power; wenn man merkt man hat überzogen - mehr Unterstützung wählen. Selbst wenn man wirklich ausgebrannt ist, das E-Bike bringt einen easy nach Hause. Diese Sicherheit ist viel wert.

Ich bin happy mit dem Teru X. Für mich wirklich das fast perfektes Fitness-Bike. Nur fast perfekt? Zwei Dinge: Eine Klingel gehört serienmäßig ans E-Bike weil Du vom Start weg einfach ständig am Leute überholen bist und es ist schade, dass der Bosch Antrieb jenseits der 25 km/h Marke nicht vollständig entkoppelt (was den Trainingseffekt jedoch eher noch verstärkt). Wer so wie ich hauptsächlich irgendwo rauf oder runter fährt, oder viel auf Singletrails und Schotter unterwegs ist, kann wirklich das Maximale aus dem Bike und aus sich selbst rausholen. Auf Ski ist mir der Geschwindigkeitsbereich zwischen 70 und 100 nicht ganz fremd. Das ich mit dem E-Bike auf Gravel auch 75 Sachen erreiche, hätte ich so nicht gedacht. Macht aber richtig fett Spaß. Echt, das 29er Teru X liegt wie ein Brett, ist extrem gut ausbalanciert und schreit förmlich nach Speed. Kurz gesagt: ein echter Fitness-Racer.

Perspektive E-Bike

Noch muss man beim E-Bike selbst schalten und walten. Zukünftig wird sich da aber viel tun: Automatische Schaltungen gibt es schon. GPS und eine zuverlässige Herzfrequenzüberwachung dazu, entkoppelbarer Antrieb und die Möglichkeit auf Generatorbetrieb umzuschalten. Jetzt noch ein KI-Trainer runtergeladen und los geht's. Am Ende die wirklich perfekte Fitness-Maschine, mit der Du jedes Leistungslevel in jedem Gelände und auf jeder Strecke fahren kannst. Ohne Planung, einfach so und mit unglaublich viel Spass dabei.

Bosch geht mit dem Nyon Bordcomputer übrigens schon in diese Richtung. Ich denke man kann alle Teru E-Bikes damit nachrüsten. Ich werde das für euch im Auge behalten und gegebenenfalls hier davon berichten.

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